Simulationen – die Maximierung von Erleben, Lernen und Umsetzen

Aus: HR Performance 6/2017

Serios Games, Planspiele, Gamification, Business Simulationen – das sind viele Begriffe für ein identisches und hoch effektives Instrument in der heutigen PE!

Aber was genau verbirgt sich dahinter?

Simulationen sind …

  • eine einfache & extrem nachhaltige Methode, um heutige komplexe Systeme & Wirkungszusammenhänge zu verstehen und sicher darin zu agieren
  • dynamische Modelle, welche es ermöglichen in einem risikofreien Raum Entscheidungen zu treffen, deren systemische Auswirkungen zu erleben und dar aus Schlussfolgerungen für den eigenen realen Verantwortungsbereich zu ziehen
  • ein zeitlich und budgetär höchst effektives PE-Instrument, welches in kurzer Zeit einer großen Gruppe von Teilnehmern nachhaltig tiefgehende Lernerfahrungen ermöglicht und Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigt

Themenfelder

Die Themenfelder von Simulationen kennen kaum Grenzen – nicht nur für „Hard-Fact“- (BWL, strategische Vertriebssteuerung etc.), sondern auch für sämtliche „Soft-Fact“-Themen (Mitarbeiterführung, Talententwicklung, interkulturelle Kompetenz etc.) werden Simulationen eingesetzt.

Grundsätzlich lassen sich alle Kontexte abbilden, die Prozesse beinhalten und (komplexe) Wirkungszusammenhänge & Probleme auslösen – sprich: unsere heutige dynamische, digitale Geschäftswelt!

 

 

Arten

Es gibt verschiedenste Simulationen, die aber dennoch gut kategorisierbar sind (s. Abb. 2) – je als ready-to-use oder maßgeschneiderte Variante.

 

 

Setting simulationsbasierter Trainings

In simulationsbasierten Trainings agieren Ihre Teilnehmer in kleinen Simulationsteams, die miteinander im Wettbewerb stehen und eigenständige Entscheidungen treffen. Ziel ist es, im nachgebildeten Themenkontext erfolgreich zu agierten. Die Konsequenzen eigener Entscheidungen sowie die Wechselwirkungen zu Aktionen des Wettbewerbers werden so unmittelbar erlebt.

Die Teilnehmer durchlaufen dabei mehrere Simulationsperioden, die reale Zeiträume abbilden. Durch den Zeitraffereffekt (ein 2-tägiges BWL-Simulationstraining kann z.B. sechs Geschäftsjahre nachbilden) werden neben kurzfristigen auch langfristige Wirkungen von Entscheidungen erlebt. Diese Erfahrungen transferieren die Teilnehmer dann unmittelbar auf ihren eigenen, realen Tätigkeitsbereich.

Am Ende einer jeden Geschäftsperiode erfolgen

  • intensive Reflexions- & Diskussionsphasen (Debriefs) zur Identifizierung von Erfolgsfaktoren in Entscheidungen & Verhalten
  • umfassende fachspezifische Inputs bezogen auf vorab definierte Lernziele
  • ergänzende Vorträge von internen & externen Gastredner zu unternehmensspezifischen Faktoren

Darum sind Simulationen so effektiv!

Interaktives Setting: Möglichkeit für Best-Practice Sharing, multi-perspektivische Analysen und intensive Netzwerkbildung.

Ausbildung komplexer Problemlösungskompetenzen: Möglichkeit, in einem risikobefreiten Raum ohne materielle oder personelle Konsequenzen Erfahrungen zu sammeln. Dadurch werden komplexe Problemlösungskompetenzen geschärft und so festgefahrene Handlungs- und lineare Denkweisen aufgebrochen.

Aufbrechen von Silo-Denken & Verständnis für Zusammenhäng: Die multiperspektivischen Reflexionsphasen und das konkrete, optische und/oder haptische Simulationserlebnis machen die systemischen/organisationalen Auswirkungen des eigenen Handelns unmittelbar sichtbar.

Nachhaltige Verknüpfung von Theorie & Praxis: Die Kombination aus Reproduktion realer Geschäftssituationen und theoretischen Modellen verankert Lernerlebnisse nachhaltig.

Vielfältige Lernen: Durch Simulationen werden unterschiedliche Lernzugänge gleichzeitig bedient. Es wird gelesen, exzerpiert, analysiert, bewertet, geschrieben, strukturiert, kommuniziert, argumentiert, präsentiert, kooperiert, geplant, organisiert, entschieden, gehandelt.